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Vereinigte Arabische Emirate (2007)

Tausend und eine Nacht .................
.....und doch nach wenigen Tagen schon wieder vorbei

 

Oder: Der C h o r     der     P o l i z e i     M ü n c h e n  in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)

Nach zahlreichen Reisen in Länder aller Welt suchte sich unser Chor Abu Dhabi in den VAE aus.

So afen sich am Dienstag, 22. Mai 2007 die Sänger mit ca.120 „Groupies“ am Münchener Flughafen, um in das Abenteuer Arabien zu starten – ca. 70 Förderer und Sänger folgten uns 4 Tage später nach, um dann aber eine Woche länger dort zu bleiben.

Unter den Mieisenden befanden sich wie immer auch eue Freunde aus Hamburg, Mannheim, Frankfurt, aus dem Saarland und aus Magdeburg. Nach einem 6-stündigen, ruhigen Flug erreichten wir unser erstes Ziel, das Bade- und Sandhotel „Golden Tulip Al Jazira“, zwischen Dubai und Abu Dhabi gelegen, zum dreitägigen Faulenzen und Entspannen.>/p>

Fürs Sonnenbaden waren wir „Bleichgesichter“ bei ca. 43 Grad nicht unbedingt geeignet. Also zum Abkühlen rein ins Meer – aber auch hier dachte man, bei einer Wassertemperatur von ca. 30 Grad, an eine Badewanne. Gott sei Dank wurden hier die Swimmingpools auf 27 Grad gekühlt und an einer Bar in der Poolmitte konnte man sich ein wenig erfrischen und das Leben so richtig genießen.

 

 

 

Golden Tulip

 

Tagesfazit: Warmbadetag

Schon am nächsten Tag unternahmen viele Erlebnishungrige einen Ausflug nach Dubai, um sich von den Eindrücken eines Gigantismus und Größenwahns erschlagen zu lassen.

Dubai ist momentan die größte Baustelle der Welt – ein Drittel aller Baukräne der Welt !! sind hier aufgestellt, und gebaut wird einfach alles. Man hat manchmal den Eindruck, die wollen der restlichen Welt nur zeigen, was man mit “Kohle“ (auch wenn es hier Öl ist) alles realisieren kann.

     Skipiste

 Bourj al Arab

 

 So gibt es außer dem weltweit bekannten Hotel in Segelform „Burj al Arab“, ein riesiges Einkaufszenum, die „Mall of Emirates“, mit einer 400 m langen Skipiste (Kunstschnee, Hallentemperatur: konstant -5 Grad). Weiterhin ein Hochhaus, das sich einmal in der Woche komplett dreht, damit die Bewohner täglich eine andere Aussicht genießen können.

Es entsteht zur Zeit auch ein „Dubai-Land“ mit einer bereits fertigen Formel 1 – Secke, fünf verschiedenen Sportstadien und den Kopien aller Sehenswürdigkeiten der Welt – natürlich in Originalgröße (inkl. Schloss Neuschwanstein). Um alle Saßen und Autobahnen dort verbinden zu können, wird ein dreistöckiger Kreisverkehr gebaut. Hoffentlich findet man da auch die richtige Ausfahrt.

 
 
 
 
 
Gebaut wird momentan auch die erste von drei Palmeninseln (je 5 x 5 km groß) – künstliche Aufschüttungen im Meer, mit Hotels, Einkaufs- und Vergnügungszenen auf dem „Stamm“, sowie edlen und sündteuren Eigenheimen auf den „Palmblättern“. Selbstverständlich baut man derzeit auch am höchsten Gebäude der Welt (ca. 800 Meter); die entgültige Höhe wird wegen „Nachahmungsgefahr“ nicht bekannt gegeben. Geplant ist auch ein sich schräg drehender, riesiger Ski-Dom, in dem man praktisch immer abwärts fahren kann.

 

Palmeninsel

 

Um dieses gewaltige, künstliche Gebilde Dubai mitten in der Wüste versorgen zu können, gibt es eigene Autobahnen nur für Lieferfahrzeuge und Baustellen-Lkw’s (dafür dürfen Lkw die „normalen“ sechs- bis achtspurigen Autobahnen nicht benutzen) – auch ein Vorteil. Diese sind von Anfang bis Ende beleuchtet.

Dubai hat auch eine Uni ohne Professoren; studiert wird online mit fünf Topp-Uni’s der Welt.

 

Tagesfazit: nur noch gigantisch

 Nachdem wir am Freitag Vormittag nochmals den Sand und das Meer genießen konnten, ging es nach dem gemeinsamen Mittagessen weiter in die Hauptstadt der VAE, nach Abu Dhabi (wörtlich übersetzt: Vater der Gazelle). Hier afen wir uns dann mit den nachreisenden Urlaubsverlängerern.

Die sehr moderne Stadt ist auf vielen Inseln gebaut und hat ca. 1 Mill. Einwohner. Hier entstehen immer neue Hochhäuser, weil laut Stadtverwaltung keine Häuser saniert, sondern abgerissen und neu gebaut werden. (im Schnitt alle 20 – 25 Jahre). Dazu ist, wie in der münchner Innenstadt, die Baugrenze bei 100 m Höhe – allerdings werden fast alle Gebäude so hoch gebaut


Skyline von Abu Dhabi

 

Wir haben uns gleich fünf Stunden in die Häuserschluchten geworfen und viele überfüllte Geschäfte mit Goldschmuck bewundert. Hier geht es zu wie bei uns beim Metzger (darf es ein bisschen mehr sein?). In den VAE werden jährlich 300 Tonnen Gold verarbeitet!!

 

Tagesfazit: heiße Füße, goldene Augen

 

Am nächsten Tag ging es quer durch die Wüste in die Oasenstadt Al Ain (übersetzt: Auge der Quelle) an der Grenze zum Oman. Diese Wüstenstadt fasziniert mit ihren über 100.000 m² Grünflächen und Parks – hier gibt es auch eine jährliche Gartenschau. Die ca. 220.000 Einwohner leben fast ausschließlich in Einfamilienhäusern, und es gibt so gut wie keine Hochhäuser. Hier steht auch der einzige Berg der VAE (1000 m).

 

Oase

Festung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Oasen, eine alte Festung im omanischen Stadtteil aber auch einen Ziegenmarkt und den letzten in den VAE noch existierenden Kamelmarkt standen ebenfalls auf dem Besichtigungsprogramm. (Frauen wurden nicht eingetauscht, da der Kamelkurs zu diesem Zeitpunkt nicht günstig war).

Zwischenfazit: ein tierischer Tag

 

Am Abend dann der absolute Höhepunkt der Reise:

 

Unser Chor darf im zur Zeit weltbesten und teuersten Hotel „Emirates Palace“ (7*) in Abu Dhabi ein Konzert geben (die sonst übliche Saalmiete von 25.000 US $ wurde uns erlassen). Das Zustandekommen dieses einmaligen Erlebnisses war nur durch die freundliche Unterstützung der Botschaft der VAE in München und unserer Botschaft in Abu Dhabi möglich – dafür vielen Dank.

 
Emirates Palace außen

 

 

 

Bühne mit Chor

 

Erbaut wurde dieses Hotel als prunkvoller Palast in einem Parkgelände mit einer Ausdehnung von 1,6 qkm. Für den regierenden Scheich sowie seine Gäste und Staatsbesuche stehen sechs Suiten mit jeweils 1.100 m² und eigenem Sand zur Verfügung. Eine gewaltige Glaskuppel leuchtet in der Nacht in allen Farben, die von weitem zu sehen ist. Da war sogar unser großer Zampano (Chorleiter) Max Eberl beeindruckt. In dieser edlen Umgebung konnte unser Konzert nur ein Erfolg werden und war dem noblen Rahmen absolut würdig (Programm – siehe Beilage).

 Abendfazit: singend erreicht man (fast) alles

 

Am Sonntag, 27. Mai wurde uns dann eine geführte Stadundfahrt durch Abu Dhabi geboten. Auf dem Programm standen u.a. „Heritage Vilage“, (ein wiederaufgebautes Dorf aus der Beduinenzeit vor den ersten Ölfunden) und die „weiße Festung“ in der 1971 die Gründungsveräge der sieben Emirate zu den VAE unterzeichnet wurden. Am späten Nachmittag rückten wir dann endlich zu der langersehnten Abenteuertour aus.

Mit 37 Landcruiser-Jeeps fuhren wir in die Wüste und ackerten in wilder Fahrt über die Sanddünen. Eine Riesengaudi! (den Dünen war´s egal – und sonst war niemand da). Gegen Abend afen wir uns dann alle in einem „Beduinencamp“ (für die Touristen mit gefliesten Toiletten und elekischer Beleuchtung per Notsomgenerator). Kamelreiten war ebenso geboten wie mit Sandbords die Dünen hinunterwedeln, sich als Einheimische verkleiden lassen oder eine Wasserpfeife rauchen. Ein großes Barbecue wartete auf die hungrigen Gäste, und man konnte sogar Bier und Wein kaufen! Es gab aber auch Datteln mit Kaffee und arabischem Brot oder Mezzeh - Vorspeisen. Nach Einbruch der Dunkelheit wurden wir noch mit einer hervorragen Bauchtanzvorführung verwöhnt, und einige Damen ließen es sich nicht nehmen, dieses Hüftwackeln auszuprobieren (no comment).

 

Ein besonderes Erlebnis war ein Somausfall (vermutlich geplant), wo man begeistert erkennen konnte, wie hell es nachts in der Wüste eigentlich ist. Leider war das Sternenmeer am dunklen Firmament durch die heiße flimmernde Luft nicht so deutlich erkennbar wie man es vermutet hätte.

 

Tagesfazit: einfach traumhaft

Der nächste und leider schon letzter Urlaubstag war ein reiner „Polizeitag“. Den Empfang durch den Polizeichef von Abu Dhabi im Präsidium durften wir mit einem kleinen Konzert einleiten. Wie bei allen offiziellen Anlässen aten wir auch hier in Uniform auf. Mit dabei war, als offizieller Vereter des PP München, PD Joachim Rummler. (natürlich auch in Uniform).

Anschließend gab es Häppchen und Saft. Dann ging es weiter zur „Police Academie“, wo uns vom Musikkorps der Polizei von Abu Dhabi und Dudelsackpfeiffern „der Marsch geblasen“ wurde. Danach wie gehabt Häppchen und Saft. Die 3. Station war der „Police Officers Club“. Von so einem Areal können wir hier nur äumen. Hier waren wir zum einem aumhaften Mittagsbüffet (Langusten, Hummer, Fisch, Lamm ......) eingeladen.

Nach dem Überreichen der obligatorischen Gastgeschenke fuhren wir dann noch in die „Marina Mall“, eines der zahlreichen edlen Einkaufszenen, wo wir, immer noch in Uniform, ebenfalls ein kleines Konzert gaben.

Nach dem Abendessen im „Al Dhafra“ Restaurant am Fischerhafen, konnten wir noch bei einer Dhau-Fahrt (einheimisches Holzschiff) die beeidruckende Skyline von Abu Dhabi bei Nacht bewundern. Anschließend hieß es Abschied nehmen. Während ein Großteil der Gruppe die Heimreise anat, reisten ca. 70 Mieisende zu ihrer Verlängerungswoche ins Al Jazira Badehotel.

Abschlussbemerkung: Tagestemperatur 43 Grad, um Mitternacht 31 Grad – schwitz -

 

Ankunft in München: 8 Grad und es gießt in Sömen – brrrrr -

 

Schlussfazit: schee wars; oba dahoam is dahoam

Franz Piehler

 

 

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