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Sängerausflug in die Schweiz


Den Polizeimännerchor Thurgau und den Chor der Polizei München verbindet seit Jahren eine enge Freundschaft. So war es nicht verwunderlich, dass der Vorschlag, die Schweizer Polizisten zu ihrem 75-jährigen Jubiläum zu besuchen, in München auf große Resonanz stieß. Fast 100 Sänger des Münchner Chors samt Ehefrauen oder Lebenspartnerinnen reisten Ende Oktober für ein Wochenende nach Frauenfeld in den schönen Kanton Thurgau.

 


Das Männerballet begeistgerte die Besucher des Stadtcasinosso, dass sie ein zweites Mal mit ihren "Glocken von Rom" auf die Bühne mussten.

Ivo Sager, Präsident des Polizeimännerchors Thurgau, hatte zusammen mit seinen Mannen und deren Ehefrauen für die Sangesfreunde aus Bayern ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Im Stadtcasino von Frauenfeld brachten am ersten Abend leicht bekleidete Damen mit flotten Rhythmen und gefälliger Choreographie besonders die Herren aus München ins Schwitzen. Nicht weniger gelungen das Thurgauer Männerballett. Ihre Darbietung der Glocken von Rom sorgte nicht nur bei der Damenwelt für Entzücken und Heiterkeit. Als echter Profi erwies sich der 14-jährige Nicolas Senn, ein Virtuose auf dem Hackbrett. Sogar Rock´n Roll zauberte er aus seinem Instrument und begeisterte daneben mit den in Schwyzer-Deutsch vorgetragenen Witzen die Gäste. Aber auch die Ausflüge in die Umgebung von Frauenfeld waren sehenswert.

 

Das Männerballett begeisterte die Besucher des Stadtcasinos so, dass sie ein zweites Mal mit ihren “Glocken von Rom” auf die Bühne mussten.

Als “Location-Guides” hatten sich Fred Geiser und Adam Bischoff zur Verfügung gestellt. Die beiden pensionierten Polizisten und aktiven Sänger des Thurgauer Polizeimännerchors führten ihre Gäste zu den schönsten Plätzen des Schweizer Kantons Thurgau. Ein Ausflug zum Napoleon-Schloß am Ufer des Untersees in Arenenberg ließ königliches Flair verspüren. In Stein am Rheinkonnten alle in der wunderschönen Altstadt flanieren und sich an der guten Schweizer Küche erfreuen.

 

Die Kartause Ittingen Ein Ausflug
in eine längst vergessene Zeit...

 

 

 

Besonders beeindruckend aber war der Ausflug zur Kartause Ittingen. Auch Petrus war den Besuchern wohl gesonnen und ließ die Sonne auf die wunderbare Anlage aus dem Jahr 1152 scheinen. Zwischen Weinbergen und Hügeln lebten dort die Mönche des Kartäuserordens in Enthaltsamkeit. Jeder Mönch wohnte als schweigender Einsiedler in einer Zelle, einem Häuschen mit Arbeits-, Wohn- und Andachtsraum. Ihr Tagesablauf war in Acht-Stunden-Abschnitten unterteilt. Acht Stunden arbeiten, acht Stunden beten, acht Stunden schlafen. Der Kartäuserorden geht auf den heiligen Bruno aus Köln zurück, der im Jahr 1084 mit sechs Gefährten in eine Bergwildnis bei Grenoble namens Chartreuse gezogen war, um sich dort ganz dem Gebet und dem Gottesdienst zu widmen. Die Klosteranlage widerspiegelt die Lebensweise ihrer Bewohner. In den ehemaligen Wirtschaftsbauten am äußeren Hof sorgten Knechte und zeitweise Laienbrüder für den Lebensunterhalt der Mönche.

Unbestritten einer der Höhepunkt der Chorreise war das gemeinsame Konzert am Samstagabend. Durch den bunten Abend führte der bekannte ORF-Moderat

or Harald Prünster aus Tirol. Neben dem Polizeimännerchor Thurgau mit Dirigent Hans Bögli als Gastgeber trat auch das Spiel der Kantonspolizei Thurgau mit ihrem jungen Dirigenten auf. Polizeikommandant Jürg Rüsch hielt eine beachtliche Laudatio zum 75-jährigen Bestehen des Polizeimännerchors Thurgau. Anschließend trat der Chor der Polizei München mit Chorleiter Max Eberl auf. Sie enttäuschten die hohen Erwartungen nicht. In der voll besetzten Weitsichthalle in Märstetten beeindruckten die Sänger mit ihrem Können. Da störte nicht einmal die kleine Panne des Vocal-Ensembles, als plötzlich der Text vergessen war. Gerade hier zeigte sich, wie ein Chor eine solche Situation professionell meistert.

 

 

Krönender Abschluss der gelungen Reise war die Aufführung der Messe Breve von Charles Gounod anläßlich des Allerseelen-Gottesdienstes in der Klosterkirche von Sankt Gallen. Im voll besetzten Gotteshaus zeigten die Polizisten aus München, dass sie über bemerkenswerte Stimmen verfügen und zur Freude des Dompfarrers nicht nur Strafzettel ausfüllen können

 

 

ORF-Moderator Harald Prünster mit dem
Chors der Polizei München

 

 

P. Reichl

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