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Chor der Polizei München begeistert mit völlig neuem Konzept

(Bericht eines Zuhörers)
 
 
Wie macht man einen guten Chor noch besser? Vor dieser Herkulesaufgabe stand Stefan Grünfelder, als er Anfang 2014 das Dirigat des Münchner Polizeichores übernahm.

Behutsam erweiterte Grünfelder das Repertoire des Chores, brachte neue musikalische Ideen ein und baute das Singen in kleineren Besetzungen weiter aus. Dies führte in der Konsequenz zu einem neuen dreiteiligen Konzertkonzept, welches im Wohnstift Augustinum in München-Neufriedenheim nun erstmalig ausprobiert wurde. Nach einem gemeinsamen Start in der Kirche des Wohnstifts teilte sich der Chor in mehrere kleinere Gruppen auf, verteilte sich in der Anlage und gab mehrerem  
TBild 1hemenkonzerte zeitgleich an den verschiedenen Orten. Die Kleidung der einzelnen Ensembles war auf das jeweilige Motto abgestimmt. Die Zuhörer wurden ebenfalls in drei Gruppen aufgeteilt. Abwechselnd besuchte nun jede Zuhörergruppe jedes Themenkonzert. Zusätzlich gab ein Sängerquartett im Restaurantbereich ein Wunschkonzert. Am Ende trafen sich alle Sänger- und Zuhörergruppen nochmals im Restaurant.
 

In der vollbesetzten Simeonskirche startete der Chor für ca. 25 Minuten mit einem geistlichen Programm. Die elegant dezente Optik im Trachtensmoking unterstrich dabei die würdevolle Stimmung. Besonders beeindruckt hat mich – wie schon beim Weihnachtskonzert – das Vaterunser von Höring, bei dem sich ein scheinbar chao-tisches Gemurmel der Sänger zu einer Klangwolke aufspannt, dann immer leiser wird und nach einer kurzen Pause in einen fulminanten gemeinsamen Akkord mündet. Ebenfalls für mich ein absoluter Ohrenschmaus: das Panis Angelicus von Cesar Franck, bei dem die Tenöre traditionell brillieren.

Bild 3Im Mittelteil des Konzertes (Aufteilung in Ensembles, ca. 45 Minuten) trat nun im Restaurantbereich unter der musikalischen Leitung von Uli Weiß ein „Jukebox-Quartett“ auf. Sage und schreibe 25 Lieder hatten die Vier eingeübt. Juke-Box
Elegant, in kompletter Polizeiuniform, zogen die Sänger von Tisch zu Tisch und erfüllten aus diesem Programm die Liedwünsche der Restaurantbesucher. Dazu stand für die Zuhörer auf jedem Tisch eine ausgedruckte Jukebox. Nach einer kurzen Anlauf-phase fanden die Zuhörer sichtlich Gefallen an Programm und Darbietungsform, summten oder sangen gar mit und klopften schließlich begeistert den Takt der Lieder mit.

Die größte Gruppe des Chores (20 Sänger) sang im traditionellen Trachtensmoking Lieder zum Thema Natur und begeisterte unter anderem mit Stücken von Friedrich Silcher („Frisch gesungen“ - romantisch), Conradin Kreutzer („Märznacht“ – sehr dynamisch) oder Moritz Hauptmann („Sommermorgen“ – spritzig frisch); dirigiert von Stefan Grünfelder.
Wesentlich lebhafter ging es beim Themenkonzert „Wasser“ zu. Ein im Strandoutfit bekleidetes Quintett unter der Leitung von Sebastian Winkler, begleitet von Olga Salogina am Piano, schaffte es spielend, seine gute Stimmung an die Zuhörer weiterzugeben. Höhepunkt hier war sicher das beschwingte „Das ist die Liebe der Mat-rosen“ von den Comedian Harmonists.
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Das letzte Themenkonzert widmete sich schließlich unserer bayrischen Heimat. Die Zuhörer konnten dies sofort an der Tracht und den stilechten Requisiten erkennen: Biergartengarnitur, Brezen und (alkoholfreies) Bier. Nach den ersten Liedern, die ein Quartett darbot, wurden die Zuhörer überrascht: Bei „Über d´Alm her“ erklang plötzlich aus einem benachbarten Treppenhaus ein Echo. Am Ende komplettierten die Echo-Sänger das anfängliche Quartett am Biertisch zu einem Oktett, musikalisch geführt von Siegfried Winkler.
 
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Den Abschluss des Konzertes bestritt der vollständige Chor – nun in offiziellem Polizei-Grün – im fast komplett gefüllten Restaurant. Während dieser 20 Minuten zeigte sich nochmals deutlich, über welche Spannweite der Chor in der Zwischenzeit verfügt. Neben Klassikern der Chorliteratur („Ännchen von Tharau“) wurden auch „The Rose“ von Betty Midler, „Crazy little thing called love“ von Queen oder „Das Rendezvous“ von Maybebop (Hannover) zum Besten gegeben. Die Zuhörer belohnten die Leistung des Chores mit langanhaltendem Beifall, ehe sich der Chor nach einer Zugabe schließlich zur wohlverdienten Brotzeit verabschiedete.
 
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Mein Fazit: tolles Konzept, perfekt organisiert und durchgeführt, ein Chor in Hochform! Ich komme zum nächsten Konzert gerne wieder.
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  31.05.2016 m.h.;g.d.

Come on lets sing

 

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